Nun seh’ ich wohl, warum so dunkle Flammen

 

Nun seh’ ich wohl, warum so dunkle Flammen

Ihr sprühet mir in manchem Augenblicke

O Augen! O Augen!

Gleichsam um voll in einem Blicke

Zu drängen, eure ganze Macht zusammen.

Doch ahnt’ ich nicht, weil Nebel mich umschwammen,

Gewoben, vom verleidenden Geschicke,

Daß sich der Strahl bereits zur Heimkehr schicke,

Dorthin, von wannen alle Strahlen stammen.

Ihr wolltet mir mit eurem Leuchten sagen

Wir möchten nach dir bleiben gerne!

Doch ist uns das vom Schicksal abgeschlagen.

Sieh’ uns nur an, denn bald sind wir dir Ferne!

Was dir nur die Augen sind in diesen Tagen:

In künft’gen Nächten sind es dir nur Sterne.

  

Now I understand why you flashed such dark flames (English)

 

Now I understand why

you flashed such dark flames towards me,

oh eyes!

To collect, as it were, all your power

into a single glance.

But I could not guess, because deluding fate

had shrouded me in its mists,

that your brightness was already preparing

to return to its home, the source of all light.

Your eyes wished to tell me with their shining:

we long to stay with you, but fate will not let us

look at us well, for soon we will be far away.

These which now are just eyes to you,

will be only stars to you in nights to come.

 

Remarks

  • 4’37”.